Lütt-Korsika ist die scherzhafte Bezeichnung für die Luhe-Insel, die von beiden Seiten vom Fluss umgeben ist.

Die Luhe in Winsen hatte durch Schwemmsand ohne eigenes Hinzutun einen kleinen Hafen bekommen, in dem Schiffer die Fracht von Fuhrleuten aufnahmen, um sie Richtung Elbe und weitergehend zu transportieren. Und auch der umgekehrte Weg wurde beschritten oder besser gesagt befahren. Es geht hier in diesem Bericht um den Streckenabschnitt Wassermühle bis Balkan-Restaurant. Der Warenumschlagplatz war an diesem Ort ideal, weil er sowohl bei Hoch- als auch bei Niedrigwasser der Elbe genutzt werden konnte. Am Meinschen Hauses (siehe Deichtor-Erzählung auf dieser Website) war eine Informations-Tafel am Haus befestigt, wonach an der Stelle Salz gelagert und umgeschlagen wurde. Das Packhaus, also das Lagerhaus, befand sich am Ende der Kranwallstraße. Dort stand auch der namensgebende Kran. In erster Linie wurde Holz und Getreide exportiert, und das machte Winsen zu einem wichtigen Standort für Handel und Wandel. Und daraus erklärt sich auch, warum Winsens Gilde einst ein Fuhr- und Schifferamt benötigte. Einige Straßennamen im Hanseviertel erinnern noch daran. Die hier ansässige Gilde hatten rechtliche Ansprüche zur Durchsetzung ihrer kaufmännischen Interessen.

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Auch die Fuhrleute spielten im Zusammenhang mit der Schiffahrt eine wichtige Rolle, denn die Boote mussten ja beladen werden.

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