Transporte zu Wasser und zu Land im Raum Winsen vor unserer Zeit

Die Luhe hatte durch Schwemmsand ohne eigenes Hinzutun einen kleinen Hafen bekommen, an dem Schiffer die Fracht von Fuhrleuten aufnahmen, um sie Richtung Elbe und weitergehend zu transportieren. Und auch der umgekehrte Weg wurde beschritten. Es geht hier um den Streckenabschnitt Wassermühle bis Balkan-Restaurant. Gegenüber davon war noch vor dem Abriss des Meinschen Hauses eine Informations-Tafel am Haus befestigt, wonach an der Stelle Salz gelagert und umgeschlagen wurde. Das Packhaus, also das Lagerhaus, befand sich am Ende der Kranwallstraße. Dort stand auch der namensgebende Kran. In erster Linie wurde Holz und Getreide exportiert, und das machte Winsen zu einem wichtigen Standort für Handel und Wandel. Und daraus erklärt sich auch, warum Winsens Gilde einst ein Fuhr- und Schifferamt benötigten. Die hier ansässigen Gilden hatten rechtliche Ansprüche zur Durchsetzung ihrer kaufmännischen Interessen.

Ehemalige Informationstafel an einem inzwischen abgerissenen Haus an der Luhe
Elbe-Ewer mit Korbwaren für den Markt in Hamburg

Die Bedeutung des Schiffsverkehrs zwischen Winsen und Hamburg ist durch viele Urkunden belegt und nahm erst im 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt und den neuen Anlegestellen an der Elbe ab. Um 1830 begann man, das Hafenbecken zuzuschütten, so dass vom Hafen heute nur noch der Abfluss der Wassermühle, im Volksmund „Mühlenluhe“ genannt, vorhanden ist. An einem Übergang der Luhe entstand eine Burg, die 1315 in einer Urkunde erwähnt wird.Eine Beurkundung aus dem Jahr 1277 legt nahe, dass das Schloß bereits zu diesem Zeitpunkt existiert hat.Das Schloss war ursprünglich vor allem zum Schutz des Hafenbetriebs gedacht.

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