Am Ufer der Luhe am Deichtor befand sich links im Bild einst ein Krämer-Haus und Salzlager (1734). Gut 100 Jahres später verlebte dort bei einem Papierfabrikanten Giesemann der junge Johannes Brahms mehrfach seine Ferien. Auf der linken Seite des Fotos wurde 1826 das Gasthaus Hübermann eröffnet. Danach war dort bis 1971 das Textilhaus Meyn zu finden.

Gegenüber befand sich ein hübsches Fachwerkhaus, dass vor geraumer Zeit einem Restaurant-Neubau weichen mußte. Für das Helms-Museum war dieses Areal hochinteressant. Mit großer Geduld bürsteten die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums, welches die Erinnerung an unsere ganz alte Geschichte im Landkreis vor dem Vergessen bewahren möchten, Schicht für Schicht in der entstandenen Kuhle frei und entdeckten dabei Überraschendes: Mit großer Wahrscheinlichkeit konnten die sterblichen Überreste von Menschen aus der Zeit aus einer kleinen Begräbnisstätte nahe dem Franziskaner-Kloster, welches 1528 vom welfischen Herzog Ernst aufgelöst wurde, registriert werden.

Am gelben Fachwerkhaus wechselten die Namen nach und nach: Fieten Schulz, Luhestübchen, Einstein. Heute steht dort das Balkan-Restaurant.




Es dauerte nicht lange, da konnte man vom Restaurant aus besichtigen, wie erneut die Abrissbirnen am Deichtor schaukelten. Nun ist auch dort der Neubau fertig und die Gesamtansicht wieder vollständig.

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