Fährt man von Stöckte kommend in Winsen über die Aldi-Ampel hinweg, geht es nach kurzer Distanz wegen einer Einbahnstraßen-Verkehrsregelung nicht mehr weiter. Unmittelbar hinter der Luhebrücke befinden sich zwei Neubauten. Wie es dort früher aussah, soll hier erzählt werden.


Am Ufer der Luhe am Deichtor war auf der linken Seite einst der Papierfabrikant Giesemann zu Hause, wo der junge Johannes Brahms mehrfach seine Ferien verlebte. Hier befand sich ein Salzlager am kleinen Luhe-Hafen, welcher längst nicht mehr existiert, hier kehrte man ein in ein Gasthaus Meyn, das später ein Textilhaus war.
Dieses Schild wurde am alten Haus entfernt.


Gegenüber befand sich ein hübsches Fachwerkhaus, das vor Jahren abgerissen wurde, um einem neuen Restaurant Platz zu geben. Für das Helms-Museum war dieses Areal hochinteressant. Mit großer Geduld bürsteten die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums, welches die Erinnerung an unsere ganz alte Geschichte im Landkreis vor dem Vergessen bewahren möchten, Schicht für Schicht in der entstandenen Kuhle frei und entdeckten dabei Überraschendes: Mit großer Wahrscheinlichkeit konnten die sterblichen Überreste von Menschen aus der Zeit aus einer kleinen Begräbnisstätte nahe dem Franziskaner-Kloster, welches 1528 vom welfischen Herzog Ernst aufgelöst wurde, registriert werden. (Irgendwo las man allerdings auch, dass es sich um Schweineknochen handelte. Lassen wir das ungeklärt!)
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