In Lüneburg wurde ein Winsener Ortsteil im Jahre 1233 erstmals in einem Vertrag erwähnt. In dem winzigen Dorf, bestehend aus nur drei Höfen, wohnte damals ein Adeliger aus dem Geschlecht der „Edlen zu Sanckenstedt“. Und nun wird so langsam auch klar, in welchem Ort sich die besondere Wetterstation befindet: in Sangenstedt !

Heute ist Sangenstedt abseits der verkehrsreichen Landstraße ein beschaulicher Ortsteil mit Bauernhöfen, einigen Handwerksbetrieben und auch kleineren mittelständischen Firmen, aber auch mit gepflegten Wohnquartieren, die ein sehr gutes Zuhause vermuten lassen. Und die Feuerwehr ist seit 1889 allzeit bereit, dies zu schützen und zu bewahren. Für ausgedehnte Spaziergänge und Fahrradtouren ist die nähere Umgebung sehr gut geeignet, z.B. im angrenzenten Naturschutzgebiet.

Die „Prähistorische Wetterstation“: Der Wetteranzeiger, ein hängender Granit dürfte wohl schon 300 Millionen Jahre alt sein ! An dem Tag, wo ich mir dort den Wetterbericht angesehen habe, schaukelte der Stein hin und her, was Wind bedeutete. Deshalb wanderte ich durch das am Ortsrand liegende Naturschutzgebiet „Birken-Eichenwald“, wo der Wind nur noch ein Lüftchen war.

1803 hatte Sangenstedt die „Ehre“, unter französche Herrschaft zu gelangen (Napoleon) und wenig später gehörte der Ort zum Königreich Westfalen und sodann zum Königreich Hannover und noch später zu Preußen. Am 16. Juni 1906 fuhr Kaiser Wilhelm II an Sangenstedt vorbei, ohne dort einen Zwischenstopp einzulegen. Wahrscheinlich hat der kaiserliche Chauffeur den heute noch vorhandenen historischen Meilenstein gesehen, der ihn verriet, dass Winsen nur noch eine Meile entfernt ist. Auch Preußen lebt nur noch in unserer Erinnerung und ist in Folge kriegerischer Auseinandersetzung schon lange Geschichte, welche durch die „Stiftung Preußischer Kulturbesitz“ am Leben gehalten wird.

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