Der Name Rottorf wurde in Schriften des Lüneburer Klosters St.Michaelis erstmals im Jahre 1233 erwähnt, ein Dorf, wie viele andere bei uns im Landkreis auch. Aber eine Besonderheit besteht dennoch. Durch den Ort führte schon sehr früh eine wichtige Handelsstraße, hier von Lüneburg nach Hamburg über Winsen/Hoopte und Zollenspieker, welche gleichermaßen auch Reise- und Postkutschen-Route, aber auch Heerweg war. Berühmte Leute nutzten die Nord-Süd-Strecke, z.B. Friedrich von Holstein (1494), Matthias Claudius und Hans Christian Andersen, der dänische Märchenerzähler. – Die Elbbrücken von Harburg nach Hammerbrook gab es zu der Zeit noch nicht. Deshalb hatte der Elbübergang Hoopte-Zollenspieker jahrhundertelang eine immens große Bedeutung.

Der Zustand der Straßen im Mittelalter unterschied sich von den heutigen gewaltig. Durchweg handelte es sich um befestigte Sandwege, im ungünstigeren Fall jedoch um breite, bei Regen durchgeweichte Pisten. Und wenn dann noch, wie so oft, Trunkenheit am Zügel dazu kam, waren umstürzende Wagen nicht nur die Ausnahme. Das später verlegte Kopfsteinplaster galt damals als ein enormer Fortschritt, weil die Fuhrwerke bei schlechtem Wetter nicht ständig stecken blieben.

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