Bereits in der Jungsteinzeit und der Bronzezeit siedelten hier Menschen, die ihre Spuren hinterlassen haben, zum Beispiel mit 31 Hügelgräbern, die teilweise noch heute gut erkennbar sind. Und bei Erdarbeiten wurde eine Töpferei aus dem 13. bzw. 14. Jahrhundert entdeckt.

Aus einer im Jahr 867 n.Chr. ausgestellen Schriftstück des Klosters Corvey an der Weser weiß man, dass der Ort einst Pathihusen hieß. Amtlich wurde es erst 1197 durch eine Gründungsurkunde des Klosters Buxtehude.

Um die Zeit Mitte des 16. Jahrhunderts wurde auf dem Dorfplatz eine Platane gepflanzt, die heute einen beachtlichen Umfang erreicht hat und die alle Zeiten mit ihren Widrigkeiten überlebte, selbst den 30-jährigen Krieg mit seinen Brandschatzungen. In Pattensen zerstörten die Dänen damals die Kirche, welche später durch den Bau von St.Gertrud im Jahre 1628 ersetzt wurde. Erwähnenswert ist noch, dass in der Kirchhofmauer in den oberen Lagen Raseneisenerz, das bei uns an verschiedenen Stellen „verhüttet“ wurde, eingearbeitet ist.

Vor Beginn des Krieges – Herzogin Dorothea herrschte und es war die Zeit der Hexenprozesse – hatte ein Mädchen Bruns aus Pattensen ein trauriges Schicksal. Sie hat sich in ihrem Kerker, nachdem sie als Hexe beschuldigt wurde, aus Furcht vor dem Scheiterhaufen selbst umgebracht. Das war 1611, und nun sollen gut 200 Jahre in der Geschichte übersprungen werden.

Am 7. Oktober 1883 wurde die Molkerei- und Müllerei-Genossenschaft Pattensen gegründet. Die Molke wurde an zahlreiche Schweine verfüttert mit entsprechender „Landluft“, zumal die Mistkuhle ständig überlief und sich auf der Straße ergoss. Die nicht lange ausgebliebenen Beschwerden halfen nichts, denn aus der Königlichen Landdrostei kam die Bemerkung, dass derartige Geruchsentwicklungen bei einem landwirtschaftlichen Betrieb unvermeidlich seien. Das muss den Pattensenern damals gewaltig gestunken haben. – Die Genossenschaft existierte nur bis ins Jahr 1897. Danach kümmerte sich ein Christoph Ravens um Molkerei und Mahlmühle, bis zwischen den beiden Weltkriegen auch dieses Kapitel zu Ende war.




Heutzutage sammelt Pattensen Sympathie mit einem regen Vereinsleben, und dabei darf der Hinweis auf die Faslams-Umzüge, sowie die Kindermaskeraden nicht fehlen. Und die Neubelebung des Vieh- und Herbstmarktes lockt viele Besucher aus der Umgebung an.
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