Das Hoopter Siel- und Schöpfwerk wurde in den Jahren 1973-1975 erbaut und ersetzte eine in die Jahre gekommene Vorgängeranlage aus dem Jahre 1873. Es stellt die Verbindung her zwischen einem sehr breiten Graben, dem Schöpfwerk-Zubringer, sowie der Elbe. In der Marsch hinter dem Deich befinden sich unzählige kleine Wasserläufe, die man als „Wettern“ bezeichnet, genauer: als Wetterung. Große Verteiler heißen Wasserweg und Sielgraben. Wie engmaschig dieses Netz aus Gräben ist, lässt sich bei Aufrufen von Google-maps leicht erkennen:

https://www.google.de/maps/place/Am+Siel,+21423+Winsen+(Luhe)/@53.404341,10.1459889,17z/data=!4m5!3m4!1s0x47b1ecbb764117bd:0x2c2fa8fa1c927368!8m2!3d53.4058409!4d10.1479523?hl=de

Wettern sind künstlich angelegte Vorfluter, welche das Marschland entwässern oder auch nach starkem Regen die zusätzlichen Wassermassen aufnehmen sollen. Das Schöpfwerk an der Elbe dient dazu, den Höhenunterschied des Gewässerspiegels bei Flut auszugleichen.

Angeblich haben holländische Einwanderer vor langer Zeit diese als Wettern bezeichnete Gräben angelegt. Die Niederländer hatten aufgrund ihrer geografischen Lage an der Nordsee und ihren Niederungsgebieten über Jahrhunderte weg Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln können und haben ihr Wissen weiter gegeben.

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