Hinter dem modernen Schöpfwerk befindet sich noch der denkmalgeschütze Vorgängerbau aus dem Jahre 1873.

Für frühere Generationen war es schwierig, über die lange Winterzeit die Ernährung der Familien zu sichern. Das geschah vorrangig übers Einwecken, das Räuchern oder Pökeln und manchmal auch durch Dörr-Prozesse. Restaurants der gehobenen Klasse konnten sich zu der Zeit gut isolierte Eiskeller leisten. Früher war es in solchen Häusern durchaus üblich, herausgesägte Eisblöcke von der Elbe hoch zu transportieren und dort einzulagern. So ein kostenträchtiger Aufwand konnte von einem normalen Haushalt nicht betrieben werden. Da hatte die Spar- und Darlehnskasse in Hoopte eine zündende Idee. Ein Kalthaus musste her, und dafür wurde eigens eine eigene Genossenschaft gegründet.

Die sich daran anschließende Frage lautete, welcher Raum sich als Kalthaus eignen könnte. Da kam man auf die Idee, im stillgelegten Schöpfwerk unten im Keller den Raum zu nutzen, was dann auch entsprechend umgesetzt wurde.

So einen Gemeinschafts-Kühlraum gab es auch in Roydorf in unmittelbarer Nachbarschaft des hannoveranischen Gestüts und auch in anderen Orten.

Mit Aufkommen von Kühlschränken oder später auch Gefrierschränken war die Epoche der Kalthäuser endgültig vorbei. Kein Haushalt kommt heutzutage ohne Kühlschrank aus.

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