Für die alte nachbarliche Salzstadt an der Ilmenau war der kleine Ort Stöckte von besonderem Interesse, was zunächst verwundern mag. Neben Salz transportierten die Hansestädter auch Kalk auf der Ilmenau stromab Richtung Elbe (Stichworte: Kalkberg, Kalkbruchsee, Kreidebergsee). Unter den damaligen Gegebenheiten dauerte die Fahrt der kleinen Schiffe immer recht lang, auch deshalb, weil zum Teil getreidelt wurde. Und wenn das Wetter nicht mitspielte, hatten die Binnenschiffer manchmal große Probleme, ihr jeweiliges Ziel zu erreichen. Das führte dazu, dass die Lüneburger über Nothäfen an der Ilmenau nachdachten.

Am Stint – Lüneburg

Am Gasthaus des ehemaligen Besitzers Berthold Friedrich Koch, wohnhaft in der Stöckter Hausnummer 10, befanden sich Reste eines Bracks unweit der Ilmenau, das sich für einen kleinen Hafen anbot. Jahrzehntelang erfüllte dieser seine Funktion. Um 1900 verschlammte der Hafen, und das ist noch heute ganz deutlich zu sehen. Wer da hinein gerät, wird es schwer haben, wieder herauszukommen.




Fotos des Gasthauses, das mehrfach den Eigentümer wechselte (u.a.Block), habe ich beigefügt, ebenso ein Bild von der Ilmenau, das auf der rechten Seite den Zugang des ehemaligen Hafens erkennen lässt.
Rechts: Eingang zum Lüneburger Hafen

Diese Informationen habe ich einer sehr alten Chronik eines Wilhelm von Seebach entnommen. Damals befand sich der Hafen noch im Eigentum der Stadt Lüneburg. Den aktuellen Stand kenne ich nicht.

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